Auf unserem Türkei-Duftbaum steht unter Halbmond und Stern eine Zeile aus kantigen Zeichen: 𐱅𐰇𐰼𐰜. Das ist kein Ornament, sondern ein Wort – „Türk“, geschrieben in der alttürkischen Göktürk-Schrift. Hier erfährst du, woher diese Schrift kommt und wie du das Wort liest.
Was ist die Göktürk-Schrift?
Die Göktürk-Schrift ist die Schrift, in der die ältesten bekannten Texte einer Turksprache überliefert sind. Je nach Quelle heißt sie auch alttürkische Schrift, Orchon-Schrift oder Orchon-Runen. Ihren Höhepunkt hatte sie im 8. Jahrhundert zur Zeit des zweiten Göktürk-Reichs. Im 9. Jahrhundert wurde sie nach und nach von der uigurischen Schrift abgelöst.
Die Schrift umfasst 38 Zeichen. Eine Besonderheit: Viele Konsonanten haben zwei Formen – eine für Wörter mit hellen Vokalen (wie e, i, ö, ü) und eine für Wörter mit dunklen Vokalen (wie a, ı, o, u). Das passt zur Vokalharmonie, die das Türkische bis heute prägt.
Die Orchon-Inschriften
Benannt ist die Schrift nach dem Tal des Flusses Orchon in der heutigen Mongolei. Dort entdeckte eine Expedition 1889 große Steinstelen mit Inschriften. Zwei davon sind besonders bekannt:
- die Inschrift für Kül Tegin, errichtet 732
- die Inschrift für seinen Bruder Bilge Kagan, errichtet 735
Lange konnte niemand die Zeichen lesen. Erst 1893 gelang es dem dänischen Sprachwissenschaftler Vilhelm Thomsen, die Schrift zu entziffern. Die Stelen gehören heute zur Kulturlandschaft Orchon-Tal, die als UNESCO-Welterbe gelistet ist.
So liest du 𐱅𐰇𐰼𐰜
Die Göktürk-Schrift wird in der Regel von rechts nach links gelesen. Das erste Zeichen steht also ganz rechts. Auf dem Duftbaum heißt das:
- 𐱅 – t (die Form für helle Vokale)
- 𐰇 – ü (dasselbe Zeichen steht für ö und ü)
- 𐰼 – r (die Form für helle Vokale)
- 𐰜 – k (ein k-Zeichen, das zu ö und ü gehört)
Zusammen ergibt das Türk. Genau diese Schreibweise steht auch in der Kül-Tegin-Inschrift. Daneben ist eine Variante mit einem anderen k-Zeichen überliefert (𐱅𐰇𐰼𐰚) – gemeint ist dasselbe Wort.
Übrigens: Auf dem Handy oder Computer setzt dein Gerät die Zeichen automatisch von rechts nach links. Deshalb steht das t auch hier im Text ganz rechts.
Warum die Schrift heute wieder sichtbar ist
Für viele Menschen mit türkischen Wurzeln ist die Göktürk-Schrift ein Stück Geschichte und Kultur. Man begegnet ihr in Museen und als kulturelles Symbol, etwa in modernen Designs. Seit 2009 ist sie außerdem Teil des Unicode-Standards – deshalb kannst du sie heute auch digital schreiben und lesen.
Der Türkei-Duftbaum von CarAura
Unser Türkei Duftbaum mit Göktürk-Schrift verbindet die Flagge mit diesem Detail: weißer Halbmond und Stern auf Rot, darunter „Türk“ in Göktürk-Schrift. Das Design ist bewusst schlicht gehalten.
- Duft: Jeune – blumig und elegant
- 2 Duftbäume pro Packung, jeder einzeln in Schutzfolie
- Größe: ca. 9 × 5,5 cm, aus Duftkarton
Weitere Motive mit Türkei-Bezug, darunter Atatürk und Fan-Designs für türkische Vereine, findest du unter Türkische Duftbäume. Andere Länder gibt es unter Duftbäume mit Länderflagge.
Häufige Fragen
Was bedeutet 𐱅𐰇𐰼𐰜 auf dem Duftbaum?
Es ist das Wort „Türk“ in alttürkischer Göktürk-Schrift. Die Zeichen stehen für t, ü, r und k.
In welche Richtung liest man die Göktürk-Schrift?
In der Regel von rechts nach links. Das erste Zeichen eines Wortes steht also rechts.
Wie alt ist die Göktürk-Schrift?
Die bekanntesten Inschriften, die Orchon-Inschriften für Kül Tegin und Bilge Kagan, stammen aus den Jahren 732 und 735. Entziffert wurde die Schrift 1893 von Vilhelm Thomsen.
Welchen Duft hat der Türkei-Duftbaum?
Jeune, einen blumigen, eleganten Duft. Mehr dazu unter Unsere Düfte.